Hitachi Zaxis 870 - Baubericht Teil 12

Letztes Wochenende stand nun die Inbetriebnahme der Hydraulik an. Der Bagger sollte sich endlich einmal aus eigener Kraft bewegen können. Des weiteren habe ich das Kontergewicht mit 2,5 kg Blei gefüllt und die Karosserie mit den ersten notwendigen Ausschnitten versehen.

Begonnen habe ich damit, die Zylinder am Bagger einzubauen, jedoch nur jeweils am unteren Ende, um die Schlauchlängen bestimmen zu können. Bei der späteren Inbetriebnahme sollen sie sich frei bewegen können und somit sind die Kolben noch nicht mit den Aufnahmen am Bagger verschraubt worden. Lediglich den Löffel habe ich einmal vollständig zusammengebaut, um zu sehen, ob alles passt.

Nachdem die Zylinder an ihrem Platz waren, habe ich die Schläuche abgelängt und eingebaut. Dies geht problemlos von der Hand. man sollte aber darauf achten, die Zu- und Rückleitungen nicht zu vertauschen. Die Skizze am Ende der Bauanleitung gibt dazu Hilfestellung.

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Alle Bilder (c) 2011 Tobias Stening

Als nächsten Schritt habe ich die Hydraulik fertig verkabelt und den Pumpenmotor angeschlossen. Auf den Fotos kann man schön den Aufbau des Rücklaufs erkennen. Man sieht auch, dass ich noch keine Lösung für das Load-Sensing eingebaut habe.

Der Rücklauf hat mir zu Beginn einiges Kopfzerbrechen bereitet, weil die Bauanleitung gerade an diesem Punkt mit einem aussagekräftigen Photo geizt. Auf den letzten Fotos sieht man, dass ich den Rücklauf dann quasi unter die Hydraulik verlegt habe. Dort ist genügend Platz und die Schläuche sind aufgeräumt. Im Tank habe ich übrigens 6 mm Löcher gebohrt und den Schlauch bis etwa 5 mm über den Tankboden eingeführt.

Die Hydraulikschläuche zu den Zylindern habe ich zum Abschluss mit einem Kabelbinder zusammengefasst.

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Nun konnte die Hydraulik in Betrieb genommen werden. Den Tank habe ich zu etwa 75% mit Öl gefüllt und in der Fernbedienung den Kanal für den Motor auf 20% gestellt. Dazu noch einen Schalter belegt, der mir die Hydraulik an- und abstellen kann. Bevor man die Pumpe das erste Mal startet, sollte man noch das Druckbegrenzungsventil ein wenig weiter öffnen.

Nun den Motor starten und am Druckbegrenzungsventil so weit zudrehen, dass etwa 10 bar Druck im System herrschen. Nun nach und nach die Zylinder in alle Richtungen bewegen lassen, bis sich keine Luft mehr im System befindet. Dies kann man an den Luftblasen in den gelben Rücklaufschläuchen erkennen und einer immer gleichmäßigeren Bewegung der Zylinder.

Die Hubzylinder des Armes bewegen sich naturgemäß nicht gleichzeitig, so lange sie nicht den Arm heben müssen. Das liegt daran, dass sie parallel angeschlossen sind und sich das Öl den Weg des geringsten Widerstands sucht. Ist also einer der Zylinder leichtgängiger, wird sich erst dieser bis zum Anschlag bewegen, bevor der zweite an die Reihe kommt.

Im Regelbetrieb sollte der Motor mit ziemlich hoher Leistung laufen (>90%) und über das Druckbegrenzungsventil rund 25 bar eingestellt werden. Je langsamer der Motor dreht, um so langsamer werden die Bewegungen der Hydraulik ausgeführt.

Bei der Inbetriebnahme der Hydraulik ist mir aufgefallen, dass der Zylinder für den Löffel nicht in Ordnung war. Er ist deshalb auf den letzten Bildern diese Beitrags nochmals ausgebaut worden.

Im nächsten Schritt habe ich mich um die Karosserie gekümmert und das Kontergewicht befüllt. Für die Montage des Gewichts, mussten im Blech hinter der Hydraulik 3 Löcher zu je 6 mm gebohrt werden. Ich habe sie etwas größer gemacht, um später die Möglichkeit zu haben, Messungenauigkeiten, die beim Anzeichnen der Löcher vorkommen, ausgleichen zu können.

Die Karosserie hat zwei Ausschnitte bekommen und wurde so vorbereitet, dass sie auf den Oberwagen passt. Obwohl ich vorgewarnt war und das Manometer mit wenig Schlauch eingebaut habe, kollidierte es dennoch mit der Karosserie. Ich habe es also demontiert und den Schlauch so weit abgeschnitten, dass er exakt genauso lang ist, wie die Überwurfmutter, die das Manometer mit dem Schlauch verbindet. Fotos habe ich davon leider nicht geschossen.

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